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Internationale Jugendcamps im Edith-Stein-Haus

Klicken Sie auf eine Jahreszahl, um Sachbericht und Fotos zu den einzelnen Jugendcamps zu sehen:

 

 

 

Ausschreibung des VI. Internationales Jugendmediencamps

(Hinweis: Das Jugendmediencamp 2007 findet/fand aufgrund mangelnder Beteiligung nicht statt!)

08. Juli bis 15. Juli 2007

Slowakei

Vom 08. bis 15. Juli 2007 treffen sich 15 Jugendliche aus Deutschland und Osteuropa in Velké Kamenec / Nagykövesd in der Slowakischen Republik (ca. 100 km entfernt von Kosice an der Grenze zu Ungarn und der Ukraine). Sie werden gemeinsam die Umgebung bereisen, Sehenswürdigkeiten besuchen, sich die Zeit vertreiben und vor allem journalistisch arbeiten. Es sollen in Gruppenarbeit (Zeitungs-)Beiträge entstehen über Leben und Entwicklungen in der Ostslowakei und in Europa. Die Texte werden in Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen zu Hause und im Internet veröffentlicht. Bereits vor Beginn des Kurses bestehen Kontakte zu den jeweiligen Redaktionen und es gibt konkrete Absprachen, welche Berichte und Geschichten erwartet werden. Auch eine Reihe von Gesprächspartnern werden schon vor Beginn angefragt. Die Umsetzung wird begleitet durch erfahrene Journalisten und Medienpädagoginnen.

Mögliche Themen sind:

  • Wie leben Minderheiten in Europa? (Nagykövesd ist eine ungarische Stadt in der Slowakischen Republik. Welche Probleme gibt es? Welche Möglichkeiten?)
  • Wie verändert sich ein Land, eine Region durch den Beitritt zur EU? (Kosice ist schon lange Zeit ein wichtiger Wirtschafts- und Industriestandort. Wie sieht es drei Jahre nach dem Beitritt aus? Welche Entwicklungen gibt es? Gibt es Vergleichbares woanders?)
  • Was denken und was tun junge Menschen als Europäer? (Ist das Leben von Jugendlichen in ganz Europa gleich? Wie und warum können wir uns an einer europäischen Entwicklung beteiligen: politisch, kulturell?)

Welches (andere) Thema würde dich interessieren?

Das VI. Internationale Jugendmediencamp wird unter dem Thema „Völkerverständigung mit Ost und West – Gedanken zu einem gemeinsamen Europa” die Fortführung 2007 in Zusammenarbeit mit dem Edith-Stein-Haus Parchim in der Slowakei erfahren.

Die NON PROFIT- Organisation(Civil Association For the Bodrogköz Culture), die sich mit kulturellen Tätigkeiten der Jugend beschäftigt und das Edith-Stein-Haus Parchim, wollen gemeinsam dieses Camp dort gestalten und durchführen.

Nach dem 5 Jahre, die Jugendmediencamps in Parchim (Deutschland) stattgefunden haben, werden dieses Jahr die Jugendlichen mit Teilnehmern aus Deutschland am Rande der Ostslowakei an der Grenze zu Ungarn mit den erfahrenen Referenten Udo Israel (Halle / Saale) und Annett Müller (Leipzig) sich treffen. Sie wollen in gemeinsamer Arbeit das Medium Presse in ihr Programm aufnehmen und Berichte zum o.g. Thema produzieren. Sie werden sich intensiv in den gemeinsamen Tagen mit der EU Zugehörigkeit beschäftigen und hier speziell die Möglichkeiten der Jugend beleuchten, inwieweit hat die Jugend der diesjährigen Teilnehmerländer eine Chance indirekt oder sogar direkt etwas beizutragen, dass nicht nur auf dem Papier die EU - Erweiterung stattfindet, sondern auch in der Praxis. Das Ungewöhnliche am VI. JMC ist nicht nur, dass es nicht in Deutschland stattfindet, sondern dass die Seminarsprache Deutsch sein wird. Die Beiträge sollen so gestaltet werden, dass sie in Deutschland in der Presse erscheinen können. D.h., dass wieder professionelle Arbeit von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen (meist angehende Journalisten) erbracht wird.

Ziel ist es bei diesem Camp, dem Aspekt des gemeinsamen Lernens und Handelns in konzentrierter Form so zu gestalten, dass die Einblicke in die Arbeitsweise des Mediums Presse sie anregen die journalistische Arbeit zu vertiefen und zu entwickeln.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden am ersten Kurstag in die journalistischen Grundlagen für das Medium Presse eingeführt. In dieser Zeit sammelt jede/r Jugendliche/r entsprechend Material und Ideen für den Beitrag. Ab dem 2 Kurstag werden theoretische Schwerpunkteinheiten gesetzt, die in betreuten Praxiseinheiten vertieft werden. In dieser Zeit können die Teilnehmern und Teilnehmerinnen die gestellten Aufgaben individuell lösen. Auf Grund der relativ kurzen Zeitdauer des Camps sind die Jugendlichen angehalten bereits im Vorfeld intensive Recherchen zu o.g. Thema zu erstellen und sie in angemessener Form am Beginn des Camps vorzustellen.

Unterstütz wird das diesjährige JMC durch das Sozialwerk PRESSE-CLUB M-V e.V.

Du solltest nicht älter als 26 sein, mit Journalismus in der einen oder anderen Form bereits in Kontakt gekommen sein und dich auf deutsch verständigen können.

Anmeldungen sind zu richten bis spätestens 30. April 2006 an

Annamaria Paller (annamariapaller@freemail.hu)

Lothar Pfeil (pfeil@esh-parchim.de)

Unkostenbeitrag beträgt für ausländische Teilnehmer 150,00 EURO, für deutsche Teilnehmer 200,00 EURO

zuzüglich Fahrtkosten und Taschengeld

Ablaufplan

Sonntag 15. Juli

  • Anreise bis 14.00 Uhr im Gasthaus „Ilona“
  • 14.00 festliche Camperöffnung und Vorstellung des Programms
  • 16.00 Pause
  • 17.00 Die Vorstellung des Ortes, Ausflug zu den Burgruinen, zum ehemaligen Schloss, in Europa Park, in die katholische und in die reformierte Kirche.
  • 19.00 Abendessen
  • 20.00 danach ein geselliger Abend

Montag 16. Juli

  • 09.00 Frühstück
  • 10.00 – 12.30 Kurszeit (Vorstellen und Einführung in die Technik)
  • 13.00 Mittagessen
  • 14.00 – 17.30 Kurszeit
  • 18.00 Abendessen
  • 19.00 Der Besuch eines berühmten(Tokajer) Kellergewölbes mit Weinverkostung

Dienstag 17. Juli

  • 09.00 Frühstück
  • 10.00 – 12.30 Kurszeit
  • 13.00 Mittagessen
  • 14.00 – 17.30 Kurszeit
  • 18.00 Fahrt in eine Keramikwerkstatt, Begehung der Burg in Sárospatak
  • 20.00 Abendessen anschließend Auswertung des Tages und Vorstellung der Ergebnisse

Mittwoch 18. Juli

  • 09.00 Frühstück
  • 10.00 – 12.30 Kurszeit
  • 13.00 Mittagessen
  • 14.00 – 16.00 Kurszeit
  • 16.30 Ausflug zum Pferdereiten am Ufer des Sees Karcsa mit Bademöglichkeit. Bogenschiessen mit urungarischem Bogen.
  • 19.00 Abendessen
  • 20.00 Die Auswertung des Tages anschließend Vorführung eines Films im Garten des Gasthauses „Ilona”.

Donnerstag 19. Juli Exkursion

  • 09.00 Frühstück
  • 10.00 Exkursion in die schönste Stadt der Ost-Slowakei nach Kaschau. Besichtigung der Sehenswürdigkeiten, mit Möglchkeit der Führung von Interviews
  • 19.00 Abendessen
  • 20.00 Auswertung des Tages anschließend musikalischer Abend

Freitag 20. Juli

  • 09.00 Frühstück
  • 10.00 – 12.30 Kurszeit
  • 13.00 Mittagessen
  • 14.00 – 16.00 Kurszeit
  • 17.00 – 19.00 Fertigstellung des Endproduktes
  • 19.00 Abendessen
  • 20.00 Auswertung des Tages anschließend musikalischer Abend

Samstag 21. Juli

  • 09.00 Frühstück
  • 10,00 – 11.30 Kurszeit (Vorstellung des Endproduktes)
  • 12.00 Mittagessen
  • 14.00 Vorstellung uralter Gewerbe und Handwerkerbräuche mit Leder, Weben, Spinnen, Glasmalerei... usw.
  • 18.30 Abendessen, anschließend Gitarrenabend am Lagerfeuer

Sonntag 22. Juli

  1. 09.00 Frühstück anschließend Heimreise

Änderungen vorbehalten

 

 

5. Internationales Jugendmediencamp 2006 im Edith-Stein-Haus

Bildergalerie zum Jugendmediencamp 2006

Branes Bericht (.doc)

Sachbericht (.doc)

NDR-Mitschnitt (.mp3; 2,7 MB)

 

 

4. Internationales Jugendmediencamp 2005 im Edith-Stein-Haus Parchim

Bildergalerie zum Jugendmediencamp 2005

JMC-Magazin als PDF zum Download (ca. 2 MB)

 

 

3. Internationales Jugendmediencamp 2004 im Edith-Stein-Haus Parchim

Bildergalerie zum Jugendmediencamp 2004

Das 3. JMC fand vom 05. Juli bis 16. Juli 2004 mit 13 Jugendlichen plus Lothar Pfeil als Leiter statt. Davon kamen 2 Jugendliche aus Deutschland, 4 Jugendliche aus Rumänien, 4 Jugendliche aus Ungarn und jeweils 1 Jugendliche aus Russland, der Slowakei sowie aus der Ukraine. Von den zwei deutschen Jugendlichen war Frau Kornelia Gudde gleichzeitig stellvertretende Leiterin des JMC. 6 Jugendliche waren das erste Mal dabei, 3 Jugendliche das zweite Mal und 4 Jugendliche das dritte Mal.

Die Anreise begann bereits am Sonntag, dem 04. Juli am späten Nachmittag in Berlin (ZOB und Ostbahnhof) und am nächsten Tag von 10.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr ebenfalls in Berlin (ZOB, Flughafen Berlin Tegel und Schönefeld).

Die Jugendlichen zeigten sich engagiert und freundlich.

Eine Sendung konnte beim NDR in Hamburg auf N-Joy Radio und in der Kirchensendung „Treffpunkt Kirche“ beim NDR 1 Radio MV an einem Sonntag Morgen ausgestrahlt werden, dank des Einsatzes von Herrn Böllert aus der Presseabteilung des Erzbistums Hamburg und Herrn Zimmer von der Pressestelle des EBA in Schwerin.

Die durchgeführten Exkursionen fanden allgemeinen Anklang bei den Jugendlichen. Es wurden alle Fahrten mit betriebseigenen Fahrzeugen vorgenommen.

Die erste Fahrt führte nach Schwerin. Auf Grund des sehr guten Kontaktes zu Frau Claudia Richter (die Leiterin des Besucherdienstes des Landtags und Schlosses) wurde den Jugendlichen eine exzellente Führung durch den Landtag und das Schloss geboten. Frau Richter fand diesen Besuch so bemerkenswert, dass sie sogar einen Artikel in den Landtagsnachrichten Ausgabe 6 / 2004 veröffentlichte. Der anschließende Rundgang um das Schloss und die Besichtigung der Altstadt mit der Propsteikirche sowie dem Dom fanden genauso Bewunderung. Da zu diesem Zeitpunkt im Schleswig-Holstein-Haus eine Ausstellung des Malers Dali stattfand, hatte der Leiter kurzfristig in Abstimmung mit den Jugendlichen den Besuch dieser Galerie mit ins Programm aufgenommen. Über die Bilder bzw. die Kunst von Dali, seine Gedanken in Form und Farbe Ausdruck zu geben, war man natürlich sehr unterschiedlicher Meinung. „Dali – Fan“ ist keiner geworden, doch es diente dazu, sich mit einem solchen Kunstgenre auseinander zusetzen und etwas für die Allgemeinbildung zu tun. Die anschließend gebotene Freizeit wurde von allen sehr gerne zu einem Einkaufsbummel genutzt.

Die nächste Tour die wir unternahmen, ging zu verschiedenen Gedenkstätten, der hier gefallenen und zu Tode gekommenen Soldaten des ersten und zweiten Weltkrieges. Die Jugendlichen waren sehr angetan, mit wie viel Aufwand diese Gedenkstätten gepflegt werden und wie sauber es alles ist. Über diese Exkursion wurde auch eine Radiosendung produziert.

Eine weitere Tour führte uns nach Groß Laasch, einem kleinen Dorf im Osten des Kreises Ludwigslust, zu der dortigen Bibelausstellung in Form von Figuren. Die Leiterin Frau Sabine Gieselmann konnte in sehr anschaulicher Form den Werdegang der Ausstellung und auch den Inhalt dieser Bilder den Teilnehmern vermitteln. Sie fanden es sehr interessant und waren voller Bewunderung auch wegen dem gezeigten handwerklichen Geschick. Der anschließende kurze Besuch in der Dorfkirche rundete diesen Ausflug ab.

Der Sonntag galt der Ruhe und Entspannung. Und was kann schöner sein, als ein Ausflug in ein Schwimmbad, was wir in Wismar dann auch fanden. Die Gruppe teilte sich hier, ein Teil ging ins Schwimmbad und der andere Teil besuchte die Altstadt von Wismar und als Höhepunkt gab es eine Hafenrundfahrt bei frischer Brise und unangenehmer Kühle. Alle waren begeistert und jede Gruppe hatte anschließend ausreichend zu erzählen von den Erlebnissen.

Die Exkursion nach Rostock hatte mehrer Höhepunkte. Zum einen der tolle Besuch beim Radiosender „Ostseewelle“, mit hervorragender Führung durch Frau Braasch. Die Jugendlichen konnten viele Fragen stellen und es wurde ihnen die Studiotechnik gezeigt wie sie funktioniert und wie eine professionelle Radiosendung produziert wird. Auch die Gesprächspartner beim Sender zeigten großes Interesse und löcherten genauso wie die Jugendlichen nur umgekehrt mit Fragen. Dann gab es anschließend eine Stadtführung und dann eine Schifffahrt von Rostock nach Warnemünde. Dort konnten alle ein Bummel machen und das Glück war uns holt, dass wir ein riesiges Kreuzfahrtschiff zu sehen bekamen. Der Weg zum Leuchtturm hatte sich auf alle Fälle gelohnt, denn es gab eine ordentliche Brise und die Ostsee zeigte sich von einer ihrer schönsten Seiten.

Die letzte Fahrt ging nach Berlin. Als erstes wurde die Stadt zu Fuß besichtigt. Begonnen am Gendarmenmarkt, vorbei an der Humboldt Universität und den verschiedenen Botschaften. Der Reichstag wurde leider nur von außen besichtigt, da zu wenig Zeit war. Dann ging es zum Holocaust Mahnmal und von dort aus zum Sonycenter. Die Jugendlichen waren total begeistert von dieser Stadt. Nach der Stadtbesichtigung stand als nächstes der Besuch des Senders RBB auf dem Programm. Was uns da erwartete, war mehr als wir uns gedacht hatten. Nach einem sehr netten Empfang ging es erst mal in die Cafeteria des Senders, wo sich alle stärken konnten. Danach wurden wir in das Studio „multikulti“ gebracht, wo uns über diesen Sender informiert wurden. Es ging darum, was für Zuhörer angesprochen werden usw.. Zu unserer Überraschung durften zwei Teilnehmerinnen und der Leiter live auf Sendung und mit diesen wurde ein Live Interview geführt, was für alle spannend und zugleich aufregend war. Danach erfolgte eine Führung durch das gesamte Sendehaus, wo uns nicht nur die verschiedenen Radiostudios gezeigt wurden, sondern auch die Fernsehstudios mit all der dazu notwendigen Technik bis hin zum Aufnahmesaal des Rundfunksinfonieorchester. Im Anschluss an diese sehr gute und spannende Führung lud uns die Cheredakteurin des Senders von multikulti Frau Ingerlise Andersen zu einer Gesprächsrunde ein.

Herr Klaus Böllert vom Rundfunkreferat des Erzbistums Hamburg war als Referent gekommen um mit den Jugendlichen zu mindestens eine sendefähige Radiosendung zu produzieren. Er hat die zwei ihm zur Verfügung stehenden Seminareinheiten sehr gut genutzt und eine große Wissensübermittlung erreicht. Die Jugendlichen fanden seine Lehrunterweisung gegliedert in Theorie und Praxis sehr gut und konnten für sich selber so manchen theoretischen und praktischen Tipp mit nach Hause nehmen. Am Ende gab es drei Radiosendungen, die von drei verschiedenen Gruppen produziert wurden. Die erste über das Camp selber, die dann auch im NDR wie bereits geschrieben gesendet wurde, dann eine über die Gedenkstätten in und um Parchim sowie eine Sendung über das Kaufverhalten der Leute früher und heute. Alle Jugendlichen engagierten sich sehr und fanden es total spannend sich selber im Radio zu hören. Bevor aber eine solche Sendung fertig war, mussten die Jugendlichen sich mit der Aufnahmetechnik und der Schneidetechnik vertraut machen. Da leider auch noch ein Mikrofon kaputt ging und wie bereits erwähnt nur ein Laptop zur Verfügung stand, war so manche Aufregung vorprogrammiert und natürlich dann auch die dazugehörige Nachtschicht, denn es konnte ja nur hintereinander am Laptop gearbeitet werden. Für so manchen Teilnehmer war es auch das erste Mal, dass er mit einem Mikrofon in der Hand ein Interview mit jemanden machen musste. Auch diese neue Erfahrung fanden sie positiv. Alle Jugendlichen waren am Ende froh und zugleich stolz, dass sie die an sie gestellte Aufgabe gemeistert hatten, trotz mancher Schwierigkeiten.

Herr Matthias Thees von der Caritas Schwerin übernahm als Referent die journalistische Ausbildung. Auch Herr Thees konnte wie Herr Böllert durch seine große Erfahrung den Jugendlichen entsprechende Unterweisungen geben, wie Presseberichte geschrieben und gestaltet werden. Durch beide Referenten wurde den Teilnehmern umfangreiches Infomaterial übergeben, die dieses sehr dankbar annahmen. Im journalistischen Bereich bestand für die drei Gruppen die Aufgabe jeweils einen Bericht über das Camp zu schreiben. Er sollte eine DIN A4 Seite groß und mit Bildmaterial gestaltet sein. Auch hier gab jeder sein Bestes und am Ende kam wirklich ein Zeitungsartikel zu Stande, der dann auch veröffentlicht wurde.

Katharina Handy war als Referentin zum Thema „Presserecht“ tätig. Durch Theorie und anhand von Beispielen, die die Jugendlichen zum Teil selber lösten, brachte sie ihnen das Thema näher. Da einige von den Jugendlichen selbst Journalistik studieren, konnten sie ihr bereits erlerntes Fachwissen zeigen bzw. vertiefen. Katharina Handy überreichte allen Teilnehmern Infomaterial. Fragen, zu denen sie nicht gleich etwas sagen konnte, beantwortete sie den Teilnehmern noch während des Camps per E-Mail.

An einem Abend wurde der Film über die Hl. Edith Stein gezeigt. Der Film bewegte die Jugendlichen sehr. Sie konnten sich z.B. nicht vorstellen, dass die Zeit des Nationalsozialismus so grausam sein konnte. Obwohl es durch den Leiter eine Einführung zu dem Film gab, war das was sie sahen doch viel bewegender als sie erwartet hatten. Leider nutzten nur sehr wenige die danach angebotene Gesprächsrunde.

Über das Camp wurde in der Schweriner Volkszeitung, in der Neuen Kirchenzeitung und im Sonntagsblitz bereits berichtet. Ein weiterer Artikel erschien in den Landtagsnachrichten. In Rumänien wurde in der DAZ ein Bericht über das JMC veröffentlicht. Auf der Internetseite des EBA ist ebenfalls ein Bericht reingestellt worden. Simone Schmidts und Petra Schmidt aus Rumänien begleiteten das gesamte Camp mit der Videokamera. Sie haben das Video in Rumänien von einem Fernsehsender bearbeiten lassen, damit dieser in seiner deutschsprachigen Rubrik einen ca. 30-minütigen Bericht senden konnte. Wenn man nun die Radiosendungen und die Presseveröffentlichungen zusammenfasst, bestand wieder mal ein relativ großes Interesse am 3. JMC.

Das diesjährige Freizeitangebot, war geschuldet aus dem insgesamt neu gestalteten Programm, sehr vielfältig und ausreichend. So wurden die Abende in gemeinsamer Runde bei Tischtennis, Billard und anderen Gesellschaftsspielen verbracht. Hier ist als Höhepunkt der gemeinsame Grillabend mit Lagerfeuer zu nennen. Jede Nationalität hatte an diesem Abend die Aufgabe, ihr Land durch Lieder, Tänze bzw. Gedichte zu präsentieren. Herr Klaus Israel aus Schwerin erklärte sich bereit, mit seinem Akkordeon den Abend zusätzlich musikalisch zu untermalen, was bei allen viel Anklang fand. Alle hatten mitgemacht und alle hatten ihre Freude daran.

In der Abschlussrunde, die ganz offen geführt wurde, konnte jeder seine Meinung zum diesjährigen Camp sagen.

Positiv fanden die Teilnehmer die zur Verfügung stehende Freizeit. Die vielen Exkursionen und Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung, besonders den Besuch des Spaßbades in Wismar.

Der Besuch und das kennen lernen der verschiedenen Sender . Dass sich so viele Menschen hier für das Camp interessieren. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter des Hauses. Die gute Verpflegung, auch wenn so manches unbekannt war für den Gaumen. Die Ordnung und Sauberkeit. Die Freizeitmöglichkeiten, die das Haus bietet. Ebenso fanden alle ihre Zimmer sehr schön und gemütlich. Die gesponserten Sachen von der Firma Sennheiser fanden wie bereits in den anderen Jahren sehr großen Anklang und bereiteten allen viel Freude.

Besonderen Dank gilt dem Landesjugendamt Mecklenburg-Vorpommern für die finanzielle Unterstützung. Leider gab es durch die Landeszentrale für politische Bildung keine Unterstützung obwohl das Camp einen sehr großen politischen Charakter trug. Geschult schon aus dem Hauptthema: „Gedenkstätten des ersten und zweiten Weltkrieges - wie kann die heutige Jugend von Europa Krieg verhindern“

Wie bereits bei den anderen zwei Jugendmediencamps erhielt jeder Teilnehmer ein Abschlusszertifikat.

Kornelia Gudde und Lothar Pfeil

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Ein Zeitungsartikel

Zum dritten Mal wurde das Internationale Jugendmediencamp im Edith-Stein-Haus Parchim organisiert. 13 Studenten aus verschiedenen Ländern Europas (Rumänien, Russland, Ukraine, Slowakei, Ungarn und Deutschland) trafen sich auf diesem Seminar vom 5. bis zum 16. Juli. In dieser kurzen Zeit vertieften die Jugendlichen zwischen 20 und 24 Jahren ihre Kenntnisse in die Aufnahme- und Produktionstechnik. Wie auch in den vorherigen Jahren wurde der Schwerpunkt mehr auf den Hörfunk gelegt. Die Jugendlichen wurden auch mit der schriftlichen Presse vertraut gemacht, indem sie kleine Zeitungsartikel vorbereitet haben.

„Die Teilnehmer wurden eingeladen um die Völkerverständigung zwischen Osteuropa und Deutschland zu festigen und ihre vorhandenen Deutschkenntnisse zu erweitern sowie Einblick in Kultur, Politik und Wirtschaft zu bekommen“, sagte der Seminarleiter Lothar Pfeil.

Spaß und Freude durften in diesen Tagen ebenso wenig fehlen. Die zukünftigen Journalisten erlebten die Symbole der deutschen Demokratie: zum einen den Schweriner Landtag, wo die Leiterin des Besucherdienstes Claudia Richter sie durch das Schloss führte. Zum anderen den Reichstag in Berlin. Während einer Schifffahrt von Rostock nach Warnemünde gewannen sie Einblick in das Wirtschaftsleben dieser Hansestadt.

Um ihre journalistischen Kenntnisse zu vertiefen, besichtigten sie den privaten Radiosender Ostseewelle HIT-Radio M-V in Rostock unter der Führung von Antje Braasch und den öffentlich-rechtlichen Rundfunksender Berlin-Brandenburg in der Hauptstadt Deutschlands mit der dänischen Chefredakteurin für den Sendebereich „multikulti“ Ingerlise Andersen.

All dies wäre ohne die Unterstützung des Sponsors der Firma Sennheiser, der die Technik zur Verfügung stellte und des Landesjugendamtes Neubrandenburg sowie durch den großen Eigenanteil des Edith-Stein-Hauses nicht zu Stande gekommen.

Endziele des Seminars waren die selbstständig produzierten Radiobeiträge, von denen manche sogar ausgestrahlt wurden, und Zeitungsberichte zu verschiedenen Themen.

Die Teilnehmer nahmen sowohl journalistische Kenntnisse, als auch Verständnis und Toleranz gegenüber fremde Kulturen mit auf ihren Weg nach Hause.

Die Teilnehmer des Jugendmediencamps

Bildergalerie zum Jugendmediencamp 2004

 

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2. Internationales Jugendmediencamp 2003 im Edith-Stein-Haus Parchim

Bildergalerie zum Jugendmediencamp 2003

Vom 03. Juli bis 15. Juli 2003 fand zum sechsten Mal eine internationale Jugendbegegnung mit 20 Teilnehmern aus 5 verschiedenen Ländern (Russland, Rumänien, Slowakei, Polen und Deutschland) im Edith-Stein-Haus Parchim statt.

Zum zweiten Mal wurde nach 2002 auch dieses Jahr ein Jugendmediencamp um und mit dem Medium Radio durchgeführt. Ein Teil der Teilnehmer kam zum wiederholten Male hierher, um ihre Kenntnisse die sie bereits 2002 erworben hatten zu erneuern bzw. zu vertiefen. Die Jugendlichen hatten alle ein Alter zwischen 18 und 26 Jahre und sind zum größten Teil Journalistikstudenten. Die Seminarsprache war Deutsch, so dass zeitraubende Übersetzungen wegfielen, was der Vermittlung des umfangreichen Inhaltes sehr zu Gute kam.

Die Jugendlichen zeigten sehr viel Engagement und großes Interesse am gebotenen Programm. Es gab Einblicke in die Produktionsweise des Radios und es wurden die einzelnen Produktionsschritte näher erläutert. Neben den kurzen theoretischen Einweisungen stand die Praxis im Vordergrund. Der erste Beitrag, der von jedem einzelnen Teilnehmer gefertigt worden war, stellte eine andere Person aus dem Camp vor. Hierzu mussten Interviews geführt werden mit Fragen über bzw. zu der betreffenden Person. Weiterhin musste eigene Meinung mit eingearbeitet werden. Der ganze Beitrag durfte ca. 90 Sekunden betragen, so dass hier das Schneiden am Computer hinreichend geübt werden konnte. Die Teilnehmer merkten schnell, wie schwer es ist aus einem großen Informationsvolumen einen kurzen Beitrag zu produzieren. Nach dieser Übung die gleichzeitig dem näher kennen lernen diente, wurden zwei Produktionsgruppen durch die Referenten Katja Röckel und Udo Israel gebildet. Beide Referenten waren auch schon beim ersten Jugendmediencamp mit dabei. Eine Gruppe produzierte ein Hörstück zum Thema „Zeit“, die andere Gruppe eine Magazinsendung. Beide Gruppen waren sehr engagiert, doch das Ergebnis war auf Grund der unterschiedlich genutzten Technik auf verschiedenen Niveau. Am Ende war jeder Teilnehmer in der Lage alleine bzw. innerhalb der Gruppe eine Sendung zu produzieren. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit wie schon im Vorjahr sich als Moderator, Techniker oder Musikredakteur auszuprobieren. Dieses wurde von den Jugendlichen sehr gelobt.

Zur Auflockerung wurden Exkursionen nach Hamburg u.a. zu einem privaten Radiosender, nach Rostock zu einem öffentlichen Fernsehsender und der IGA sowie nach Schwerin zum NDR und dem Landtag durchgeführt. Die Exkursionen dienten nicht nur der Allgemeinbildung sondern gaben die Chance die journalistischen Fähigkeiten zu üben, indem hier Interviews mit den Verantwortlichen vor Ort geführt sowie O-Töne aufgenommen wurden.

Der NDR zeigte auf Grund des im Jahre 2002 durchgeführten Jugendmediencamps reges Interesse, was sich widerspiegelte in der Aktion, dass sie einen Ü-Wagen schickten und Aufnahmen sowie eine Reportage machten, die in den Hauptnachrichten und im Nachmittagskulturteil gesendet wurden. Außerdem wurde im Radio in der Sonntagmorgensendung Kirche in M-V ausführlich über das Camp berichtet. In allen ausgestrahlten Sendungen wurde auch Ihre Institution als Mitfinanzierer genannt.

In der Presse wurden verschiedene Artikel veröffentlicht, Es gab auch Veröffentlichungen in der ausländischen Presse.

In Auswertung des durchgeführten Camps mit den Teilnehmern und Referenten ist zu bemerken, dass der vermittelte Stoff in einem gut dosierten Umfang vermittelt worden ist. Die Jugendlichen äußerten sich positiv, dass sie nicht nur die Technik ansehen durften, sondern vor allem auch praxisnah arbeiten konnten, was zum großen Nutzen für ihr Studium diente. Negativ war anzumerken, dass 20 Teilnehmer zu viel sind. In der Zukunft sollten maximal 16 Jugendliche teilnehmen, damit die Referenten ausreichend Zeit haben zur individuellen Betreuung.

Obwohl sich die meisten Jugendlichen vorher nicht kannten, hat sich sehr schnell eine tolle Gruppendynamik entwickelt und die Völkerverständigung war sehr positiv zu bewerten. Alle versuchten nach ihren Möglichkeiten und Fertigkeiten ihr Bestes zu geben und mit dazu beizutragen, dass das Jugendmediencamp für alle ein schönes Erlebnis wurde und man neue und gute Freunde kennen gelernt hat. Zum Schluss wurde der Wunsch geäußert, dass doch wenn möglich auch 2004 wieder ein solches Camp durchgeführt wird. Dazu zeigten die beiden Referenten ihre Bereitschaft.

Lothar Pfeil
Stellv. Ltr. ESH und Leiter des Jugendmediencamps

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Bericht zweier Teilnehmerinnen:

Im Edith-Stein-Haus Parchim fand zum 6. Mal ein Internationales Jugendbegegnungsseminar statt. Dieses Seminar war wie im letzten Jahr ein Internationales Jugendmediencamp. Dieses fand vom 03.-15.07.2003 im Edith-Stein-Haus statt. Es nahmen 7 Jugendliche aus Rumänien, 3 aus Russland, 2 aus der Slowakei, 5 aus Polen, sowie 3 Jugendliche aus Deutschland an diesem Seminar teil. Die Referenten des Seminars waren wie bereits im letzten Jahr Udo Israel (Halle) und Katja Röckel (Leipzig). Das Jugendmediencamp richtete sich sowohl an Radioneulinge wie auch an Fortgeschrittene im Alter zwischen 18 und 26 Jahren. Das Seminar gab einen Einblick in die Produktionsweisen des Mediums Radio und ermöglichte den Teilnehmern die Kulturen der verschiedenen Länder kennen zu lernen.

Ohne die finanzielle Unterstützung von Renovabis, der Landeszentrale für politische Bildung, dem Landesjugendamt Mecklenburg-Vorpommern wäre dieses Seminar nicht so durchführbar gewesen. Natürlich war die technische Ausstattung von großer Bedeutung. Bedanken möchten wir uns auch bei der Firma Sennheiser (Hamburg) für die gesponserten Sachen, über die sich die Mädchen und Jungs alle sehr gefreut haben.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wurden mit den einzelnen Schritten die zur Vorbereitung einer Sendung notwendig sind, näher vertraut gemacht. Aber es wurde nicht nur theoretisch gelernt, es konnte auch praktisch geübt und ausprobiert werden.

Damit am Ende des Seminars zwei Sendungen entstehen konnten, wurden von den Jugendlichen Interviews geführt. Diese wurden nach Einweisung, durch die Referenten, am Computer geschnitten und später zu Beiträgen produziert. Material zu den Beiträgen konnten auch während der Ausflüge gesammelt werden.

Am 06. Juli fuhren die Teilnehmer des Jugendmediencamps in die Hansestadt Hamburg. Trotz trübem Wetters verloren wir unseren Humor nicht. Nach Spielen im Bus, kamen wir bei Hamburger Schmuddelwetter an.

Diesmal begann unser Aufenthalt mit einer interessanten Hafenrundfahrt mit einer Barkasse. Auch wenn einigen von uns wegen der „2“ m hohen Wellen mulmig wurde und das Wasser über Bord schwappte, hat allen diese Schifffahrt gefallen. Der Kapitän des Schiffes erklärte uns ausführlich den Hamburger Hafen mit seiner Speicherstadt und den vielen verschiedenen Schiffen.

Anschließend besuchten wir den freien Radiosender FSK. Ein Mitarbeiter führte uns in die Geschichte der freien Radios, am Beispiel FSK ein und machte uns mit der Technik vertraut. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit zu sehen, wie man vor Jahren mit der damaligen Technik Radio gemacht hat. Wir konnten uns eine Meinung über diesen Radiosender bilden, nachdem wir in eine laufende Sendung hineingehört hatten. Arbeit und Freizeit wurden verbunden, indem die Teilnehmer Interviews und O-Töne aufnahmen.

An einem anderen Tag haben wir uns auf den Weg nach Rostock gemacht. Dort begann das Abenteuer „Exkursion“ bei dem freien Fernsehsender „Rok-TV“. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und haben uns durch den Sender geführt und uns dabei die Technik ausführlich vorgestellt. Da wir in viele Sendungen Einblick nehmen durften, bekamen einige von uns Geschmack, eigenes Material in Form von Interviews für die Radiosendung zu sammeln. Ein Erlebnis war es, als eine Mitarbeiterin uns die Möglichkeit gab, eine Aufnahmekamera in der Hand zu halten und dadurch zu schauen. Ein weiterer Höhepunkt in Rostock war der Besuch der Internationalen Gartenausstellung (IGA). Dort erkundeten wir in Gruppen das Gelände.

Nach einem erlebnisreichen Tag fielen wir alle müde ins Bett.

Ein weiteres Exkursionsziel war die Landeshauptstadt Schwerin. Dort besichtigten wir als erstes das NDR Landesfunkhaus Schwerin. Frau Wiebke Weitendorf zeigte uns die Studios von Radio und Fernsehen. Auch wenn einige von uns die Studios bereits aus dem letzten Jahr kannten, war es doch ein tolles Erlebnis. Beeindruckt vom NDR fuhren wir zum Schloss. Frau Claudia Richter die Leiterin des Besucherdienstes nahm sich persönlich Zeit für uns und erzählte als erstes vom Sitz des Landtages im Schloss. Das Interesse mehr über den Landtag zu erfahren, war bei den Teilnehmern groß, als sie uns anhand von Folien dieses näher brachte.

Nachdem wir über den Landtag informiert waren, zeigte uns Frau Richter viele Teile des Schlosses. Sie führte uns in Räumlichkeiten, in denen andere Besucher keinen Zutritt haben. Zum Beispiel auf den höchsten Turm des Schlosses, welcher uns einen wunderschönen Ausblick über die Stadt Schwerin gab. Beeindruckt von der Stadt Schwerin fuhren wir wieder Richtung Parchim.

Die gut ausgewählten Ausflüge dienten nicht nur der Allgemeinbildung, sondern gaben uns auch die Möglichkeit unsere journalistischen Fähigkeiten zu verbessern.

Das von den Ausflügen gesammelte Material für Beiträge usw. wurde von den Teilnehmern anschließend bearbeitet. Jeder Tag stand unter einem bestimmten Thema. Am Anfang stand die Recherche und das Interview im Vordergrund. Nach genug Übung zeigten die Referenten den Umgang mit der Technik. Das Schneiden von Beiträgen am Computer sowie der richtige Umgang mit der Musik durften auch nicht fehlen.

Der Leiter des Seminars, Lothar Pfeil, sorgte an den Kurstagen für Überraschungen. An einem Tag kam der NDR mit einem Ü-Wagen zum Edith-Stein-Haus und produzierte eine kurze Sendung über das Camp, die noch am gleichen Tag ausgestrahlt wurde. Außerdem kam der Pressesprecher des Erzbischöflichen Amtes Schwerin, Konstantin Zimmer, nach Parchim und machte Interviews mit den Teilnehmern. Dieses wird in einer Kirchensendung von NDR1 ausgestrahlt.

Zum Abschluss entstanden zwei Sendungen. Die erste war eine bunte Magazinsendung mit Beiträgen, Interviews und Musik zum Thema „Marsmenschen“, das andere ein Hörstück über die „Zeit“.

Da einige Teilnehmer bereits das zweite Jahr dabei waren, brachten sie viel Wissen mit. Es wurde ihnen aber auch die Möglichkeit gegeben, ihr Wissen zu erweitern.

Die ausländischen Teilnehmer konnten sehr gut Deutsch sprechen, daher gab es kaum Verständigungsprobleme. Die Jugendlichen hatten in diesem Jahr mehr Freizeit, daher konnten sie sich besser kennen lernen.

Nachdem die Sendungen produziert, aufgenommen und von allen ausgewertet wurden, konnten alle am Abschlussabend ausgelassen feiern.

Das Seminar wurde vom ersten bis zum letzten Tag sehr gut organisiert durch den Leiter des Camps Lothar Pfeil. Die Teilnehmer nahmen sehr viel Wissen und Freude mit nach Hause und bekundeten ihr großes Interesse auch 2004 zum „III. Internationalen Jugendmediencamp“ zu kommen. Wir danken allen für die Unterstützung.

Csilla Szasz
Teilnehmerin aus Rumänien

Kornelia Gudde
Teilnehmerin aus Deutschland

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Ein Zeitungsartikel zum Jugendmediencamp 2003

Vom 03. bis 15. Juli 2003 nahmen mehr als 20 Jugendlichen an einem Jugendmediencamp im Edith Stein Haus Parchim teil, welches unter der Leitung von Lothar Pfeil stattfand. Sie alle hatten lange und anstrengende Reisen hinter sich. Die Teilnehmer waren von 18 bis 26 Jahre alt, aus 4 Mittelöstlichen Staaten: Polen, Rumänien, Russland, der Slowakei und aus Deutschland. Ich kann es sagen, dass wir alle waren mit der zusammen verbringenden Zeit zufrieden.

Das war doch nicht nur ziellose Ruhe, wir haben die ganze Zeit schwer gearbeitet, aber trotzdem haben wir uns sehr angenehm gefühlt, und viel Spaß gehabt.

Unsere zwei Referenten haben sich darum Sorgen gemacht, dass wir uns nicht wie in der Schule fühlen, und trotzdem viel neues lernen können. Dank den Sponsoren RENOVABIS, Landesjugendamt Mecklenburg-Vorpommern, der Landeszentrale für politische Bildung haben wir alle mit der modernsten Technik arbeiten können. Wir haben Interviews, Reportagen, Beiträge also die unterschiedlichsten Gattungen, mit denen man sich im Rundfunk trifft fertig gestellt. Unsere Aufgabe war aus diese Materialen ein Hörstück und eine Magazinsendung zu machen, die wir am Ende live gesendet haben.

Drei Tage haben wir außerhalb der Stadt Parchim verbracht. Wir haben Hamburg, Rostock und die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern Schwerin besucht. Im Hamburg hat uns am besten der Hafen gefallen, wir haben hier auch ein Hafenrundfahrt gemacht, die wirklich sehr spannend war. In Rostock haben wir die Internationale Gartenausstellung besucht, davon waren wir alle sehr begeistert. In Schwerin haben wir das wunderschöne Gebäude vom Landtag gesehen, und wir haben auch den Norddeutschen Rundfunk besuchen dürfen, dessen moderne Aufbau hat allen von uns gefallen, die wir uns für die Arbeit im Radio interessieren. Wir waren glücklich, weil wir das alles nicht nur sehen, sondern auch ausprobieren konnten

Während unserer Ausflüge haben wir aber nicht unsere Aufgabe vergessen können, und überall, wo es möglich war haben wir an unsere Minidiskgeräte verschiedene Interviews, Umfragen und Geräusche aufgenommen, die für die Sendungen nutzbar sein könnten.

Die zwei Wochen waren sehr schnell vergangen. Ich möchte aber sagen, dass außer den neuen Kenntnissen die wir mitnehmen konnten auch viele neue Freunde wir getroffen haben, mit denen sehen wir uns vielleicht nächstes Jahr wieder. Ich glaube, wir alle würden sehr gern in Edith Stein Haus, zu diesen herzlichen Leute wiederkehren, die wollen für uns immer das Beste machen.

Angela Havasi
Slowakei

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I. Internationales Jugendmediencamp 2002 im Edith-Stein-Haus Parchim

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„Jugendradio Paradies“

Zum nunmehr fünften Mal fand im Edith-Stein-Haus Parchim vom 04. bis 14. Juli 02 eine internationale Jugendbegegnung statt.

Die Einrichtung der Katholischen Kirche lud Jugendliche aus Russland, Ungarn, der Slowakei, Rumänien und Deutschland zu sich ein, um mehr über die Radioarbeit zu erfahren. Verständigungsprobleme gab es aber nicht, da alle jungen Menschen Deutsch sprechen konnten. Die meisten der Teilnehmer waren Journalistik- oder Linguistikstudenten.

Als Referenten standen den 14 Teilnehmern Udo Israel (33) – Zürich – und Katja Röckel (27) – Leipzig – zur Verfügung. Beide haben bereits Erfahrungen mit der Leitung von Radioseminaren und Jugendarbeit.

Die erste Seminareinheit befasste sich mit dem Interview. Um dies zu üben, sollten sich die „Nachwuchsjournalisten“ gegenseitig befragen und das Ergebnis auf Minidisk aufnehmen. Dadurch sanken auch sehr schnell die Berührungsängste und man lernte sich gegenseitig besser kenn.

Das täglich Ziel von jeweils vier Teilnehmern bestand in einer kleinen selbstproduzierten Sendung. Hierzu wurde der Fernsehraum des Edith-Stein-Hauses in ein Radistudio umgewandelt: Das Radiostudio von „Jugend Paradies“. „Gesendet“ wurde allerdings nur innerhalb des Hauses.

Für Abwechslung sorgten auch die drei Ausflüge nach Hamburg, Wismar und Schwerin.

Auf dem Besichtigungsprogramm standen u.a. der Wismarer Hafen und das Landesfunkhaus des Norddeutschen Rundfunks sowie der Landtag in Schwerin.

Höhepunkt des Seminars war die große einstündige Abschlusssendung am Samstagabend, an der alle Jugendlichen mitgearbeitet haben. Möglich war wurde das Jugendmediencamp durch die Zuwendungen durch RENOVABIS, der Landeszentrale für politische Bildung, dem Landesjugendamt Mecklenburg-Vorpommern sowie der Firma Sennheiser.

Letztlich war dieses Seminar eine bereichernde Erfahrung für alle Teilnehmer, die dadurch nicht nur neue und interessante Menschen kennen lernten, sondern auch einen Einblick in die Arbeit von Radiojournalisten gewonnen haben. Aber auch die beiden jungen Referenten waren von dem „Nachwuchs“ und dessen Engagement beeindruckt. „Es war toll. Überraschend fitte Menschen, die viel konnten“, so Katja Röckel. Das Seminar stand unter der Leitung von Lothar Pfeil, stellvertretender Leiter des Edith-Stein-Hauses. Einige Teilnehmer wollen auch im nächsten Jahr wiederkommen, wenn es heißt: „Jugendradio Paradies“ geht auf Sendung.

Caroline Kühl, Teilnehmerin aus Deutschland

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Sommer 2001

Internationales Jugendcamp  im Edith-Stein-Haus Parchim

In der Zeit vom 19.07.2001 bis 28.07.2001 fand das Internationale Jugendcamp im Edith-Stein-Haus Parchim statt. Das Thema lautete „Jugend baut Europa“

Durch die sehr gute Vorbereitung des Seminars und der Teilnahme von Jugendlichen aus Ungarn, Rumänien, Slowakei und Deutschland, die ein sehr hohes Niveau hatten und alle die deutsche Sprache konnten, war die von uns gesetzte Zielsetzung erreicht worden.

Die Jugendlichen aus den vier Ländern fanden sehr schnell Kontakt zu einander und die Verständigung klappte fast ohne Sprachmittler. Die Referate im Hinblick auf die Osterweiterung der Europäischen Union, Einführung des EURO usw. wurden mit großem Interesse verfolgt.

Aber nicht nur die Zukunft, sondern auch die Vergangenheitsbewältigung hatte ein großes Interesse bei den Teilnehmern geweckt und manche Wissenslücke konnte durch die Referenten bei den Teilnehmern geschlossen werden.

Das von uns geplante Jugendseminar konnte in diesem Jahr entsprechend unserem Plan durchgeführt werden. Wenn es Abweichungen gab, waren diese nur aus zeitlichen Gründen gegeben, bzw. der jeweilige Referent bat um kurze Zeitverschiebungen.

Auf Grund des sehr hohen Niveaus der Teilnehmer, fast alle waren Studenten der Germanistik, Journalistik und Politik, war ein großes Interesse bei der Wissensvermittlung zu verzeichnen. Hinzu kam hierbei, dass die Teilnehmer von sich aus eine hohe Bereitschaft zeigten, mit den Referenten zu sprechen und die eigenen Probleme in ihrer Heimat entgegenzustellen und in vielen Diskussionen offen zu legen. Die Teilnehmer waren dankbar über das vielfältige Programm, zumal für alle Teilnehmer die eine oder andere persönliche Erwartung erfüllt wurde. In vielen Diskussionen wurden fremdenfeindliche Tendenzen in allen Ländern abgelehnt und Unverständnis darüber geäußert. Die Institutionen und Einrichtungen die von den Teilnehmern besucht worden waren, gaben sich sehr große Mühe und ließen erkennen, wie wichtig solche Seminare auf internationaler Ebene sind. Die unterschiedlichen Methoden der Referenten, die einzelnen Seminare mit Leben zu erfüllen, kamen bei den Teilnehmern gut an. Es waren nicht nur reine Fachvorträge, es wurden vor Ort bzw. durch geeignete Medien die Inhalte vermittelt. Deutlich wurde, dass nicht der finanzielle Aspekt bei solchen Seminaren in Vordergrund stehen darf, sondern hier die völkerverbindenden Ansichten und Aspekte zur besseren Verständigung untereinander und miteinander das Primäre sein müssen.

Aus den uns vorliegenden Erkenntnissen dieses Jugendprojektes ist festzustellen, dass der von uns angedachte Weg geeignet ist, die gestellten Ziele zu erreichen. Die Zusammenführung von Menschen verschiedener Kulturen und Nationen ist sehr wichtig, um gegenseitiges Verständnis zu erzielen. So ist als Resultat dieses Seminars zu sagen, dass das Edith-Stein-Haus auch im Jahr 2002 wieder ein Jugendcamp durchführen wird, aber es soll ein Jugendmediencamp werden, wo die Jugendlichen Radiosendungen über sich und dieses Camp produzieren sollen.

Lothar Pfeil

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Tagesberichte des Internationalen Jugendseminars 2001

Freitag, 20.07.

Im Verlauf des Donnerstages, dem 19.07., fand die Anreise der Teilnehmer statt. Am Abend wurde der Gruppe das Programm vorgestellt und man lernte sich kennen.

Am Freitag, dem 20.07, begann das Programm mit dem Thema „Das historische Erbe zweier Diktaturen - Der Wiederaufbau“. Herr Kreft vom Bauamt Parchim lieferte hierzu die Theorie hinsichtlich der Neugestaltung militärischer Hinterlassenschaften. Dazu wurden ehemalige Militärstandorte der Stadt Parchim besichtigt und deren heutige Nutzung, z.B. das Landratsamt, welches früher eine Kaserne des kaiserlichen Dragonerregimentes und der Roten Armee der Sowjetunion war. Ebenso besuchte die Gruppe den Jugendclub, der in ehemalige Ställe bzw. Panzerhallen eingezogen ist. Am Nachmittag wurde den Jugendlichen der Parchimer Flugplatz und seine Geschichte durch Herrn Schulze vorgestellt.

Der Abend wurde mit einem gemeinsamen Lagerfeuer beschlossen, bei dem sich die Gruppe besser kennenlernen konnte.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Tagesprogramm interessant und informativ war. Teilweise war es jedoch zu viel Information auf einmal, so dass die Konzentration nachließ. Des weiteren lässt sich sagen, dass es eventuell nicht so gut war, den Tag fast ausschließlich mit Referaten zu füllen.

Samstag, 21.07.

Der Samstag stand im Zeichen des Gedenkens. So wurde am Vormittag der Parchimer Friedhof besucht, auf dem sich der Ehrenfriedhof der Roten Armee befindet. Danach führte der Weg durch die Stadt an der Stele des großherzoglichen Dragonerregimentes aus dem I. Weltkrieg vorbei zur Georgenkirche, in der die Gedenktafeln aus den verschiedenen Kriegen mir deutscher Beteiligung besichtigt wurden. Es wurde auch der Kirchturm bestiegen, der der Gruppe eine schöne Aussicht über Parchim bot. Sehr viel Interesse wurde der momentan in der Georgenkirche stattfindender Auschwitzausstellung gewidmet.

Am Nachmittag wurde das jüdische Leben in Parchim durch Frau Frank vorgestellt, die sich seit mehreren Jahren mit diesem Thema beschäftigt. Dies geschah sowohl im Edith-Stein-Haus als auch an Originalplätzen jüdischen Lebens in der Stadt. Dieser Programmpunkt war sehr interessant und wurde anschaulich von Frau Frank dargestellt. Leider war es nicht möglich, Begleitmaterial zu erhalten, da das Buch von Frau Frank über Juden in Parchim vergriffen ist.

Abends trafen sich die Jugendlichen zu einem gemeinsamen Liederabend und so endete er Tag in einer fröhlichen Runde.

Sonntag, 22.07.

Am Sonntag war kein Programm vorgesehen. Dieser Tag sollte der Ruhe gewidmet sein. Am Vormittag gab es die Gelegenheit, die Heilige Messe zu besuchen, danach stand es jedem frei, was er tun wollte. So gingen ein paar der Gruppe nach dem Mittagessen zum Wockersee, einige blieben im Haus oder begaben sich in den Garten. Abends sah man sich gemeinsam ein Video an und ließ den Tag bei einem kleinen Lagerfeuer ausklingen.

Montag, 23.07.

Thema des Montags war die Arbeitssituation in Deutschland und Europa. So war die Gruppe am Vormittag im Arbeitsamt, um sich über die Möglichkeiten der Berufsberatung und der Arbeitslosenvermittlung zu informieren. Nach dem Mittagessen besuchte man eine Beschäftigungsgesellschaft, die s sich zur Aufgabe gemacht hat, Arbeitslosen wieder zu Arbeit zu verhelfen. Anschließend gab es eine Überraschung. Die Gruppe war zu einer Fahrt auf der Elbe eingeladen. Die Fahrt fand auf einem Schiff statt, das arbeitslose Jugendliche wieder fahrtüchtig gemacht hatten.

Am Abend fand ein Vortrag zur politischen Situation der Jugend in den Neuen Bundesländern statt. Der Referent war Herr Kuhn von der Landeszentrale für politische Bildung.

Der Tag war informativ und lehrreich. Am positivsten wurde der Vortrag von Herrn Kuhn aufgenommen.

Dienstag, 24.07.

Am Dienstag fuhr die Gruppe nach Rostock. Dort hörte man am Vormittag einen Vortrag zur Restrukturierung und Erneuerung der Universität Rostock. Anschließend erfuhren die Jugendlichen, welche Möglichkeiten es für ausländische Studenten in Deutschland gibt und an welche Organisationen man sich wenden kann. Nach dem Mittagessen im ehemaligen Stasigebäude der Stadt gab es eine kleine, aber sehr interessante Stadtführung. Danach fuhr man nach Warnemünde, um die Ostsee zu genießen. Wieder in Parchim grillte man im Garten und begab sich bald zu Bett.

Der Tag in Rostock war sehr schön, sowohl die Themen als auch alles andere wurden sehr positiv aufgenommen. Natürlich war man auch von der Ostsee begeistert.

Mittwoch, 25.07.

Das Thema für den Mittwoch lautete „Soziale Sicherungssysteme in Deutschland“. So wurde das ehemalige Kloster in Dobbertin besucht, das heute Wohn- und Arbeitsplätze für insgesamt 400 Behinderte bietet. Herr Ahlsleben, der Leiter der Einrichtung, die von der Diakonie getragen wird, führte die Gruppe durch das Gelände. Es wurden die Werkstätten und auch noch alte Teile der Klosteranlage besichtigt, wie z.B. der Kreuzgang oder die Klosterkirche. Nach dem Mittagessen fuhr man nach Dreilützow, wo 60 Behinderte in einer Einrichtung der Caritas leben. Hier lernte man deren Leben kennen, wobei versucht wird, den Menschen so viel Freiheit und Selbständigkeit wie möglich zu lassen.

Den Abend konnte jeder so verbringen, wie er wollte.

Donnerstag, 26.07.

Am Donnerstag ging die Fahrt nach Schwerin. Dort besichtigte man den Landtag und bekam einen Einblick in die politische Arbeit der Minister und Abgeordneten. Anschließend folgte eine Führung durch das Schweriner Schloss und die neu eröffnete Orangerie. Nach dem Mittagessen begab man sich in das neue Dokumentationszentrum für Opfer zweier deutscher Diktaturen. Dort wurde der Gruppe von Herrn Kuhn das ehemalige Untersuchungsgefängnis am Demmlerplatz gezeigt und wie die Häftlinge dort behandelt wurden.

Anschließend besichtigte man die St. Anna Kirche der katholischen Gemeinde in Schwerin und machte noch einen Abstecher in den Schweriner Dom.

Der restliche Nachmittag war zum Bummeln da und wurde eifrig dazu genutzt.

Am Abend sah man sich den Film „Nikolaikirche“ an, der der Gruppe zeigte, wie es in der DDR zum Schluss aussah.

Freitag, 27.07.

Am Freitag bekam die Gruppe Besuch von Angestellten der Dresdner Bank. Sie erklärten Chancen und Risiken der neuen europäischen Währung, des Euros.

Danach referierte Dr. Diederich vom Heinrich-Theissing-Institut über das Thema „Es gibt keine Ausländer in der Kirche“. Aus diesem Thema entstand eine rege Unterhaltung über die Situation der Kirche in den Ländern der Teilnehmer.

Der Nachmittag war mit Vorbereitungen für den Abschlussabend ausgefüllt. Es wurde ein sehr geselliger Abend, wo viel erzählt, getanzt, gesungen und vor allem auch gelacht wurde.

Samstag, 28.07.

An diesem letzten gemeinsamen Tag fuhr die Gruppe nach Berlin. Dort erfuhren sie durch einen Stadterklärer in einer 2½-stündigen Fahrt durch Berlin die Geschichte und vieles mehr dieser Stadt. Nach der Stadtrundfahrt, hatten die Teilnehmer Zeit selbständig die Stadt vom Alexanderplatz zu erkunden.

Csilla Szasz
Teilnehmerin aus Rumänien

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Sommer 2000

Internationales Jugendcamp im Edith-Stein-Haus Parchim

Ziel war es das Bekannt machen der Jugendlichen mit der politischen und gesellschaftlichen Realität in Deutschland nach der Wende, spiegeln der eigenen Alltagserfahrung an der Lebenswelt des Partners aus dem anderen Land, Beförderung des Dialogs und Abbau von evtl. vorhandenen Vorurteilen über Fremde und fremdenfeindlichen Tendenzen, das Bewusstmachen von Gemeinsamkeiten in der Geschichte und der gesellschaftlichen Transformation. Motivation zum gesellschaftlichen und sozialem Engagement.

Es wurden Informationen über die deutsche Geschichte, exemplarisch aus der Lokalgeschichte, vermittelt und in den europäischen Kontext gestellt. Die deutsche Demokratie wurde vorgestellt und konkretisiert am Beispiel der demokratischen Institutionen des Bundes, des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Stadt Parchim. Elemente der sozialen Marktwirtschaft wurden vorgestellt und über die Systeme der sozialen Sicherung informiert. Neben Vorträgen und Gesprächsrunden spielten Besichtigungen vor Ort eine wichtige Rolle. Da sowohl die ukrainischen als auch häufig die deutschen Jugendlichen in der Rolle der Lernenden waren, ergaben sich viele Gespräche untereinander. Für die deutschen Jugendlichen war es wichtig zu erfahren, dass der gesicherte Wohlstand und die geordnete Verwaltung in Deutschland keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern eine positive Ausnahme, die immer wieder errungen werden muss. Für die ukrainischen Jugendlichen war die erfahrene Solidarität und die Sinnhaftigkeit gesellschaftlichen Engagements besonders wichtig. Insgesamt wurde das Ziel des Seminars in einer umfassenden Weise erreicht. Künftig sollte noch mehr Zeit für Gespräche der Jugendlichen untereinander und mehr Zeit bei Gastfamilien eingeplant werden. Auf eine homogenere Altersstruktur sollte geachtet werden.

Sowohl für die 6 Jugendlichen aus Deutschland als auch für die 21 Teilnehmer aus der Ukraine ist die vergangene kommunistische Herrschaft Geschichte, nur noch wenige Ältere haben konkrete Erinnerungen. Für die ukrainischen Jugendlichen waren besonders Fragen der Berufsausbildung und der kommunalen Selbstverwaltung von Interesse. Die altersbedingten Gemeinsamkeiten überwogen die Unterschiede. In vielen Diskussionen wurden fremdenfeindliche Tendenzen in beiden Ländern abgelehnt und Unverständnis darüber geäußert.

Die Teilnehmer

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